Für ein sicheres Zuhause - Ratgeber zur Prävention von Bränden

Seniorinnen und Senioren sind bei Bränden besonders gefährdet In der Schweiz ereignen sich jedes Jahr rund 11 000 Brände in Gebäuden mit vielen Toten, noch mehr Verletzten und einer Schadenssumme bei Gebäuden von rund 330 Millionen Franken. Die Wahrscheinlichkeit, in einem Gebäudebrand zu sterben, steigt mit zunehmendem Alter markant.

«Besonders gefährdet sind Menschen über 80 Jahre – ihr Risiko ist ein Mehrfaches höher als das der restlichen Bevölkerung. Gründe dafür sind unter anderem der Rückgang von Geruchs-, Seh- und Hörvermögen, langsamere Reaktionszeiten sowie Mobilitätseinschränkungen. Diese Faktoren erschweren die rechtzeitige Wahrnehmung von Gefahren und die Flucht aus brennenden Gebäuden.»

Ältere Personen besser erreichen
Die demografische Entwicklung zeigt, wie dringlich der Fokus auf die Brandverhütung im Alter ist: Um die Sicherheit von Seniorinnen und Senioren zu erhöhen, werden die Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB) und Pro Senectute Schweiz zusammen aktiv. Gemeinsam sensibilisieren sie die ältere Bevölkerung und ihre Angehörigen für Brandrisiken und zeigen einfache Schutzmassnahmen auf. «Diese Kooperation ist ein wichtiger Schritt, um ältere Mitmenschen besser vor Bränden zu schützen.

 

Warum sind ältere Menschen besonders gefährdet?

- Im Alter nehmen Geruchs-, Seh- und Hörsinn ab. Die Gefahren oder das Warnsignal des Rauchmelders werden später erkannt. Medikamente können die Sinne zusätzlich beeinträchtigen. 

- Die Reaktionszeit nimmt im Alter ab: Im Notfall benötigen Seniorinnen und Senioren mehr Zeit, um angemessen zu reagieren. Vergesslichkeit und Verwirrung verzögern die Reaktion weiter.

- Älteren Menschen fällt es schwerer, sich rasch und sicher zu bewegen. In der Nacht und mit Gehilfen stellt dies eine Herausforderung dar. Das schränkt die Fähigkeit ein, sich selbst zu retten.

- Viele Seniorinnen und Senioren leben allein in einer Wohnung. Nicht alle verfügen über Alarmsysteme. Brände bleiben oft lange unbemerkt und breiten sich schnell aus.

Ratgeber zur Prävention von Bränden - PDF hier herunterladen