Gesundheitsförderung im Alter im Kanton Aargau

Mit zunehmendem Alter verändern sich körperliche Fähigkeiten, Bedürfnisse und soziale Kontakte. Um ältere Menschen dabei zu unterstützen, gesund, aktiv und selbstständig zu bleiben, gibt es im Kanton Aargau das Schwerpunktprogramm Gesundheitsförderung im Alter. Es richtet sich an Menschen ab etwa 65 Jahren. Denn es ist nie zu spät, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen zu übernehmen. Durch die Förderung von Bewegung, gesunder Ernährung, sozialem Austausch und mentaler Gesundheit können Risiken wie Stürze, Isolation oder chronische Krankheiten reduziert werden. Gleichzeitig trägt das Programm dazu bei, die Lebensfreude und Motivation im Alltag zu erhöhen.

Rosmarie aus dem Fricktal

Rosmarie lebt seit vielen Jahren in einer Gemeinde im Fricktal. Früher war ihr Alltag voller Bewegung: die Arbeit, die Familie, Treffen mit Freunden. Doch seit ihrer Pensionierung sind die Tage ruhiger geworden. Manche Wege fallen ihr schwerer als früher, einige Bekannte sieht sie nur noch selten, und manchmal fragt sie sich, wie sie auch im Alter aktiv und selbstständig bleiben kann.

Mit solchen Gedanken ist Rosmarie nicht allein. Viele Menschen erleben, dass sich mit zunehmendem Alter körperliche Fähigkeiten, Bedürfnisse und soziale Kontakte verändern. Genau hier setzt das Schwerpunktprogramm Gesundheitsförderung im Alter im Kanton Aargau an. Es unterstützt Menschen ab etwa 65 Jahren dabei, gesund, beweglich und sozial verbunden zu bleiben.

Denn bereits kleine Veränderungen im Alltag – regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung oder gemeinsame Aktivitäten – stärken nicht nur den Körper, sondern auch das Wohlbefinden und die Lebensfreude. Gleichzeitig helfen sie dabei, Risiken wie Stürze, Einsamkeit oder chronische Krankheiten zu reduzieren.

Als Rosmarie von den Vorträgen des Schwerpunktprogramms zur Sturzprävention und Ernährung im Alter hört, entscheidet sie sich spontan zur Teilnahme. Dort erfährt sie unter anderem, wie einfache Übungen zur Sturzprävention beitragen und das Training der Kraft unterstützen, und wie sich der Nährstoffbedarf im Alter verändert und optimal gedeckt werden kann. Mit dem telefonischen Angebot "malreden" führt sie bereichernde Gespräche, wenn sie sich alleine fühlt, und über MyHomex.org probiert sie Kraftübungen für zu Hause aus. Besonders schätzt sie, dass sie die Übungen im Sitzen durchführen kann – kostenlos und nur mit einem Theraband.

Später entdeckt sie weitere Angebote des Programms. Besonders in Erinnerung bleibt ihr das Erzählcafé in Döttingen. Bei Kaffee und Gesprächen tauscht sie dort Erinnerungen aus ihrem Leben aus, lernt neue Menschen kennen und merkt, wie gut ihr die Gemeinschaft tut. Aus einzelnen Begegnungen entstehen neue Kontakte – und ihr Alltag fühlt sich wieder lebendiger an.

Auch die Audioserie "Graue Haare, bunte Köpfe" hört sie besonders gerne. Darin erzählen ältere Menschen offen von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und schönen Momenten im Alltag. Rosmarie tut es gut zu hören, wie positiv andere Menschen auf das Älterwerden blicken und welche Chancen sie darin sehen.

Möglich wird das Schwerpunktprogramm durch die Zusammenarbeit des Kantons Aargau mit Gesundheitsförderung Schweiz. Die nationale Stiftung finanziert das Programm gemeinsam mit dem Kanton. Ihre Mittel stammen aus einer Präventionsabgabe der Krankenkassenprämien. Dadurch können im ganzen Kanton Projekte, Veranstaltungen und Informationsangebote für ältere Menschen bereitgestellt werden.

Auch die Gemeinden profitieren davon. Das Programm unterstützt sie dabei, Begegnungsorte zu schaffen, den öffentlichen Raum aus Sicht älterer Menschen zu gestalten und Projekte zur Bewegungsförderung umzusetzen. Sie erhalten dafür Beratung und finanzielle Unterstützung, um Mobilität, Sicherheit und soziale Teilhabe im Alter zu stärken.

Für Rosmarie bedeutet das vor allem eines: Sie fühlt sich nicht allein gelassen. Statt das Älterwerden nur als Einschränkung zu erleben, entdeckt sie neue Möglichkeiten, aktiv zu bleiben, Menschen zu begegnen und ihren Alltag bewusst zu gestalten. 

Weitere Informationen zum Schwerpunktprogramm Gesundheitsförderung im Alter finden Sie hier: www.ag.ch/gfimalter